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Grundeinkommen

Veröffentlicht am 2016-03-23 00:00:00.0


Grundeinkommen

ZU:Das Grundeinkommen ist eine nicht realisierbare Utopie

von Prof. em. Dr. Dr. h.c. Gebhard Kirchgässner

emeritierter Or­di­na­ri­us, Universität St. Gallen

https://www.xing.com/news/klartext/das-grundeinkommen-ist-eine-nicht-realisierbare-utopie-462?sco=da536bn&xing_share=news

Er schreibt:

Aber es hat auch gewichtige Nachteile: Der wichtigste ist, dass es zumindest dann nicht finanzierbar ist, wenn es existenzsichernd sein soll. Setzt man das Existenzminimum auch nur bei 40 Prozent des Durchschnittseinkommens an und verteilt deshalb 40 Prozent des Sozialprodukts pro Kopf gleichmäßig an alle Bürgerinnen und Bürger, müsste man dieses Geld sofort wieder durch Steuern einziehen. Dies würde Grenzsteuersätze über 60 Prozent erfordern. Das hieße, dass man von jedem zusätzlich zum Grundeinkommen verdienten Euro 60 Cent an den Staat abliefern müsste.

Eine kleine, mathematische Entgegnung

Ich verbringe gerade meinen Urlaub in Denia, einer normalen kleinen Küstenstadt in Spanien und bin verwundert, wie schlecht es den Spaniern (Arbeitslosigkeit, Armut) gehen soll. Ich blicke von unserer 'Hütte' über die Stadt und sehe Luuxs pur. Im Hafen eine gepflegte Superyacht neben der anderen und dann im nächsten Hafenbecken die Fischerboote in einem erbärmlichen Zustand. Nun führt das Grundeinkommen nicht zu Reichtum, aber zu Auskommen. Und es ermöglicht frei zu entscheiden. Zum Beispiel: Wie studiere ich, was studiere ich, arbeite ich für Ziele, zu denen ich stehe oder geb ich meine Arbeitskraqft einfach ab. Der Einzelne erhält die Macht zur Selbstbestimmung, die gerade den jungen Familien durch das heutige Steuersystem genommen wird. Kein Wunder also, daß Kinder Mangelware sind. Ob es finanzierbar ist? Die von Prof. Kirchgässner angeführte Rechenformel geht von falschen Axiomen aus. Es fußt auf dem aktuell angewandten Besteuerungssystem, daß das Einkommen besteuert. Die erste Frage: Besteuere ich Brutto- oder Nettoeinkommen. Oder nehme ich die Lohnnebenkosten mit dazu. Oder besteuere ich das hergestellte Arbeitserzeugnis. Das ergibt dann ein ganz andere Sicht. a.Es werden Produkte, bei denen der Anteil an Arbeit gering ist, relativ höher besteuert, was eine Pufferwirkung bzgl. der sozialen Kosten von Entlassungswellen zu Gunsten von Tehnik hätte und die Arbeitgeber dort in Verantwortung nimmt, diese Kosten mit abzufedern. Durch die veränderte Besteuerung wird zu dem die Belastung für den einzelnen Arbeitnehmer erheblich reduziert. So wäre es auf alle Fälle gerechter, als ein System das solche Mißstände wie Spanien oder auch in Krefeld, meinem mehrjährigen Arbeitsort, zuläßt. Dieser Ort demonstriert die Unwucht unseres heutigen Steuersystems besonders. Da haben wir riesige Industrieanlagen von Bayer auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine Stadt, in der es Schlaglöcher in den Straßen und im Stadtsäckl wie in ḱaum einer anderen Stadt gibt. Gehen wir von einem Grundeinkommen von 10000 Euro pro Jahr und Erwachsenen aus. Dann hätten ca 600 Mrd. Euro Kosten im Jahr. Nehmen wir das Bruttoinlandsprodukt. Dann liegen die Kosten bei weniger als 1/5 des Bruttoinlandsprodukts. Stellen wir doch andere Kosten dazu ins Verhältnis, Das wäre machbar und könnte zur Folge haben, daß diejenigen, die heute kaum noch Steuern bezahlen bei einer anderen Besteuerung in die Pflicht genommen werden

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