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Nebel

Veröffentlicht am 2015-11-27 00:00:00.0


Nebel

Der Nebel

Christian Paulsen

er greift nach feldern und waeldern,

nach strassen und doerfern,

er nimmt dir deine Uebersicht,

so fuehlst du dich,

ganz ohne eigenes gesicht

.

er greift nach deinen knochen,

er greift nach kopf und haenden,

die welt um dich besteht,

aus lauter weissen waenden

.

wohin du gehst,

und wo du stehst,

Da verlierst du deinen fixstern,

jedes ziel bleibt unerreichbar fern

.

kein muskel,der gehorcht,

kein knochen, der nicht kneift und knarrt.

.

Es greift der kalte, feuchte schmerz.

Ein Korsett schnuert dir die luft,

es laehmt das herz,

dein Traum entschwindet,

Es raubt Dir jede kraft,

erstarrt Dir jede Regung.


Aussichtslos ist wohl Bewegung,

wenn auch Umsicht keine Aussicht bringt

und nur Nebel in die Iris dringt.

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