Skagentour 3
Siebente Etappe - In Vejle verweilen
In Vejle war ich dann gezwungen zu verweilen. Morgens vom Campingplatz in die Stadt radeln und versuchen, eine Fahrradwerkstatt zu finden, war kriegsentscheidend. Und es klappte. Ich fand nach einigem Suchen und Warten eine kompetente Werkstatt nahe der Innenstadt, die sich darauf einließ, die Speichen zu wechseln. Da das ein wenig dauerte, habe ich mir die Stadt angeschaut und mir noch eine leichte Jacke gekauft. Auch in Vejle versteht man es die Moderne so in die Fördelandschaft einzufügen, daß man begeistert von der Architektur ist. Nachdem mein Fahrrad repariert war, ging es dann weiter gen Norden. Doch nach kurzer Zeit überraschte mich ein heftiger Regenfall und es war gut, sich eine Bushäuschen zu suchen, um den Regenguß abzuwarten. Wirklich besser wurde es auch danach nicht. Ich war kurz außerhalb der Stadt als ich mich ein Plattfuß zum Flicken zwang. Das war dann noch nicht genug. Auf offener Strecke fing es während des Flickens an heftig zu regnen. Danach wurde es aber viel besser. Ich wollte nach Aarhus fahren. Kurz hinter Aarhus gab es einen Campingplatz den ich ansteuern wollte. Aber durch die vielen Zwangsaufenthalte und durch einen wieder einsetzenden heftigen Regen kurz vor Aarhus verließ mich die Lust und ich schaute mich in Aarhus nach einem Hotel um. Ich fand eine Unterkunft für 75 Euro, haupstsächlich wohl für Studenten, denn das Zimmer überzeugte nicht wirklich. Aber zum Ärgern hatte ich wieder Zeit noch Muße. Auf in die Stadt und die hat mich dann wirklich entschädigt. Aarhus ist eine faszinierende Stadt. Im Fotobereich meiner Webseite finden sich einige Bilder, die ich hier auch noch einfügen werde. Ich habe damals den Entschluß gefaßt, mal einen Wochenendtrip mit Ingrid nach Aarhus zu machen, denn diese Stadt spielt mit dem Wasser als ein besonderes Element der Szadtgestaltung. Und bei meinem abendlichen Spaziergang spielten alle zusammen: Kirchen, Stadthäuser, Restaurants, viele junge Menschen, die kleinen Wasserstraßen und das all die Lichter, die den Abend fluteten. Wenn auch das Zimmer wirklich nicht überzeugte, so doch das Frühstück am nächsten Morgen in einer urgemütlichen Atmosphäre. Außerdem konnte ich hier ins Internet und mich überzeugen, daß ich den OSMtracker angstfrei ohne Internet einsetzen konnte. Für OSMAND habe ich mir außerdem eine Offlinekarte heruntergeladen. So konnte ich wieder navigieren und tracken.
Achte Etappe
Von Aarhus ging es dann Richtung Randers. Eine schöne Strecke mit vielen Hügeln und schönen Eindrücken, obwohl ich auch an der Hauptstraße gefahren bin. Das muß man sich trauen. Die Autos fahren schon rasant vorbei, aber ich bin in keine einzige gefährliche Situation gekommen. Na ja, einige der ebenfalls rasanten Talfahrten haben meine Endorphine sehr in die Höhe getrieben.

Und als ich dann auf dem Weg auch noch ein Flugzeug weit weg von irgendwelchen Häusern mitten auf dem Acker ein kleines Flugzeug stehen sah, fand ich das ausgesprochen skurril. Aber die Dänen sind immer für eine Überraschung gut.

Als ich Abends am Campingplatz ankam, war ich von den Preisen überrascht. Aber man gewährte mir eine großzügige Ermäßigung. Im Gespräche sagte mir der Besitzer sie hätten mich morgens schon in Aarhus beobachtet und er hätte zu seiner Frau gesagt: Paß auf, der kommt vielleicht auf unseren Campingplatz. Er hat mir dann auch erzählt, daß er gerne mal auf große Tour gehen möchte, allerdings wolle er reitend Dänemark erkunden:Einmal rund um Dänemark mit dem Pferd. Das fand ich beeindruckend. Ingrid und ich haben hier in diesem Jahr mit unserem Klappcaravan ein paar Tage gecampt und waren von dem Campingplatz sehr angetan. Wieder hatten wir eine Ermäßigung erhalten und der Campingplatz ist sehr komfortbel und die Gegend sehr schön. Ich bin überall noch einmal mit dem Trike herumgefahren. Eine Tour nach Als zum Mariagerfjord und eine Tour Richtung Aalburg haben mir die Schönheit dieser Gegend noch einmal gegenwärtig werden lassen.
Neunte Etappe
Am nächsten Tag bin ich dann nur nach Lyngsaa gefahren, wo ich Ingrid und unsere Freundin Ulrike mit ihren betreuten Hunden treffen wollte.

Auf der Strecke, u.a. Hals, ein netter Hafen an den Limfjorden nahe der Ostsee.

Lyngsaa macht Ulrike jedes Jahr mit einigen Hunden, die sie betreut Urlaub und wir stoßen Jahr für Jahr ein paar Tage dazu. Diese Gegend ist einfach unvergleichlich schön und erstaunlich sonnig. Meine Frau behauptet immer, daß es in Lyngsaa auch dann tolles Wetter gibt, wenn es überall im übrigen Jütland und SH regnet. Hier gibt es weite, schöne Sandstrände, wo man selbst nachts barfuß laufen kann,. ohne daß man Gefahr läuft sich zu verletzen. Oft sind wir hier stundenlang am Wasser entlang gelaufen, teilweise bis Saeby oder in den Süden Richtung Asa. Mit dem Fahrrad macht es ungeheuer viel Spaß diese Gegend zu erkunden. Mehrfach bin ich schon von Hirtshals nach Lyngsaa gefahren, nachdem wir die Stadt Lokken besucht haben oder die großen Wanderdünen nördlich von Lokken besucht haben. Aber dazu mehr in anderen Reiseberichten.
Zehnte Etappe
Am nächsten Tag ging es dann über Saeby, ein gemütliches dänisches Hafenbstädt mit schnuckeligen alten Häusern, einer Wassermühle, einem schönen Bach und einem großen Segelhafen nach Frederikshavn.
Frederikshavn habe ich dieses Jahr auf dem Weg von Hirtshals noch mal näher erkundigt. Der Hafen ist beeindruckend mit seinen vielen Anlegestellen, an dem riesige Pötte auf Fracht warten. Dieses Jahr wurde aber sehr viel gebaut, was den Spaß ein wenig gemindert hat.
Der Ostseeweg präsentiert sich auf dem Weg von Frederikshavn nach Skagen noch einmal mit eindrucksvoller Heide, kleinen Wäldchen und liebevoll angelegten Fahrradwegen. Auch Skagen mit seinen Galerien lädt ein.

Kurz vor der Jütlandspitze habe ich mich auf einem Parkplatz mit Ingrid getroffen. Den Weg zum Zielort sind wir dann gemeinsam mit Kim, unserem geliebten Hovawart gemeinsam gewandert. Auch in den folgenden Tagen habe ich so manche Fahrradtour unternommen. Hier ist es einfach toll, Fahrrad zu fahren.
