Von der Brücke trieben Blicke weg.\n\nSehnsucht wurde mit den Blicken schwer!\n\nFiel dem Kind die Träne in die Aue,\n\nfloß im Sog der Zeit bis in die Treene,\n\nvon der Treene in die Eider\n\nund von dort ins Weltenmeer.\n\n...\n\nTrieb ein Leben lang umher.\n\n...\n\nHeute stehst du wieder auf der Brücke,\n\nund wieder sind es Deine Blicke,\n\nwandern hin und wandern her,\n\ngedankenschwer.\n\n...\n\nDoch Deine lang umhergeirrte Seele\n\nspricht an dieser Stelle ein Gebet,\n\nmöchte hier ein wenig bleiben,\n\nDich Vater und Dich Mutter sehen,\n\nmöcht ein wenig Stärke finden\n\n...\n\nWie ein Ziel für immer,\n\num im Gang durchs Ungewisse\n\nmich nie ins Leid zu fügen,\n\nmich und andere nicht belügen,\n\nsondern auch für andre,\n\neinfach dazusein wie eine Heimat!
