Nach dem Frühstück ging es in die Brklumer Marsch. Dort hatte Broder ein paar Hektar Marschland, auf dem sie vor allem Ochsen mästeten. Aber auch die Färsen durften hier weiden. Und eine Kalbin war hoch trächtig und mußte dringend nach Breklum gebracht werden. Daher hatten sie den Sonntag für einen Ausflug zur Hamburger Hallig genutzt. Mit Pferd und Kutsche hatten sich Vater, Mutter und Kinder auf den Weg gemacht. Gemächlich ging es über die Sandwege voran. An der Hecke zu ihrem Land stoppten alle, tüdderten das Pferd fest und machten sich mit ihren Picknickkörben auf den Weg zur Hamburger Hallig. Der Versuch,dort einen Damm zu bauen, war unterbrochen worden, weil der Bau sehr aufwendig war und Stürme immer wieder Teile des Damms wegrissen. Aber man konnte die Reste noch nutzen und nur an wenigen Stellen mußten die Ausflügler durch Watt und Priele laufen. Hannes, der die Hallig bewirtschaftete war ein guter Freund von Broder und so konnten sie in dem Haus, das Hannes Nachkommen später als Krog nutzen würden, gemeinsam zu Mittag essen. Hannes freute sich über den Besuch und das praktische Essen, das Ingeborg mitgebracht hatte. Es gab Wiensupp un Schink, ein friesisches Nationalgericht. Die Suppe mit den Pflaumen und Graupen konnte man kalt und warm essen, war sehr lecker und einfach mitzunehmen. Schnell entstand eine gemütliche Atmosphäre und es wurde geklönt, was dass Zeug hielt. Köm und Korn beförderten den Erzählfluß.Mancher Witz wurde zum Besten gegeben und alles lachten. Man erzählte auch von den Sturmfluten, die der Hamburger Hallig immer wieder zu schaffen machten. Dann wurden die Schafe entweder auf die Schafswarft getrieben, die einige 100 Meter entfernt lag oder wenn es besonders arg werden sollte, wurde es auf der Hauptwarft eng. Es war noch gar nicht so lange her, dass Hannes das Vieh bei einer starken Sturmflut versorgen mußte. Auch 10 Lämmer waren da geboren worden. Hannes hatte die Mütter und Lämmer dann für dier ersten Stunden in die Küche gebracht. Auch von der großen ... wurde erzählt. Damals war die Insel Strand in viele Teile auseinander gebrochen und auch die Hamburger Hallig entstanden. Die kleinen Kinder machten sich inzwischen auf der Hallig breit.
