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Opa-Strux2Cologne7

Veröffentlicht am 2020-10-14 00:00:00.0


Opa-Strux2Cologne7

Von Orsoy nach Köln in die Märchensiedlung

Von Orsoy nach Köln in die Märchensiedlung

Und wieder einmal habe ich nach einer Pause verschwitzt, dass Tracking wieder zu aktivieren. Nachdem ich morgens in der Schlafkammer in Orsoy ein leckeres und unterhaltsames Frühstück absolviert habe, ging es Richtung Krefeld. Während meiner Arbeitsjahre in Krefeld bin ich öfter von Krefeld Richtung Orsoy am Rhein entlang geradelt. Ich erinnere mich, dass ich einmal bei Hochwasser über den Orsoyer Deich in eine riesige Flußlandschaft geschaut habe, Wasser fast bis zum Horizont, Wasser aus dem einzelne Bäume und Baumreihen hervorlugten, eine gespenstische Landschaft, die mir die Urkräfte des Wasserkreislaufs vor Augen geführt hat. Vom Fähranleger auf beiden Seiten des Rheins keine Spur. Alles stand unter Wasser. Bei Geglegenheit grabe ich mal in meinem Album und verlinke eines der alten Fotos hier.

Jedem, der am Niederrhein fährt, sei der Weg am Rhein ans Herz gelegt. Viele kleine Siedlungen wie z.B. Hohenbudberg mit Wasserturm und Eisenbahnsiedlung und Friemersheim lassen in eine alte Industriezeit eintauchen und die vielen Rheinaue lassen in eine besondere Landschaft schauen. Auch einige Höfe wie der Werthschenhof mit einer schönen Streuobstwiese lassen träumen. Ich bin diese Wege von Linn über Uerdingen aus immer gerne gefahren. An einigen Stellen gibt es auch schon tolle Fahrradwege.

Aber heute lasse ich mich von Google Maps nach Krefeld in die Bischofstraße führen. Angemehmes Radfahren wie überall am Niederrhein durch Dörfer. Kleine Städte säumen den Weg. In Linn habe ich ein paar Jahre nahe der Burg direkt am Greiffenhorstpark - natürlich in der Schleswiger Straße - gewohnt. Die Spaziergänge hier sind mir noch in bleibender Erinnerung. Ein ungewöhnlich schöner Park, der zu jeder Jahreszeit zum Spazieren einlädt. Auch hier grabe ich noch mal nach Fotos. Besonders sind uns die nächtlichen Wanderungen in Erinnerung geblieben. Zunächst einmal gibt es da diese Flashbacks zu Bildern mit Glühwürmchen, die durch den Äther schwirrten. Zu bestimmten Zeiten sollte man diesen Park nachts nur mit Taschenlampe betreten, um die überall springenden und kriechenden Molche und Kröten samt Nachwuchs nicht zu gefährden. Slalomtraining für alte Leute!

Die Linner Burg , die mit ihren Wegen, ihrem Park und den Wassengräben ebenfalls ein attraktives Ziel für Ausflüge ist, lasse ich links liegen, erhasche aber einen Blick auf die Anlage. 60 bis 90 Minuten wollte ich beim LKV Station machen, alte Arbeitskollegen treffen, um dann gemütlich am Rhein entlang den Restweg nach Köln zu fahren. Natürlich wurde nichts daraus. Lange, tolle Gespräche mit Ralf, meinem Nachfolger als EDV-Leiter, mit den Kollegen aus vielen Abteilungen, aus dem Labor haben mir so viel Spaß gemacht, dass daraus fast 4 Stunden wurden.

Danach war dann Eile angesagt. Also habe ich Maps auch hier wieder einen kurzen Weg suchen lassen und mich von Maps navigieren lassen. Von Linn aus sind wir oder ich alleine oft zu Fuß oder mit dem Rad am Rhein entlang Richtung Neuss, Düsseldorf oder Köln herumgestreift, so haben wir hier viele schöne Ecken und tolle Fahrradwege entdeckt. In Krefeld Rad zu fahren, ist eine Katastrophe. Um Krefeld herum Ausflüge mit dem Rad zu unternehmen ist ein Genuß. Ob nun Richtung Nord oder Süd am Rhein entlang oder nach Westen Richtung Kempen und Grefrath zum Nettetal oder Richtung Viersen teilweise an der Nette entlang, es ist eine Freude. Über den Ruhr- und Erft-Radweg gibt es in meinem Blog ja weitere Artikel und auch unsere Maastour endete hier in Krefeld.

Über Krefeld ging es direkt Richtung Lank-Lathum. Wer Zeit hat, setzt von dort nach Kaiserswerth über, sucht sich eines der schönen Lokale, z.B. dass wo ein alter Rolls-Royce steht, der als 'Hühnerstall' veredelt wurde und blickt Richtung Rhein. Die Burgruine, das Zollhaus und Kaiserwerther Markt sind eine Entdeckung wert. Dann aber sollte man auf den Uferwegen nördlich Richtung Uerdinger Brücke aufbrechen oder aber wenn man nach Süden möchte, die Uferpromenade nach Düsseldorf nutzen. Ich liebe diesen Weg, der teilweise als Allee kultiviert Platz für schnelles Radfahren, Joggen, Spazieren läßt und immer am Rhein bis zur Rheinterrasse in Düsseldorf führt.

Ich aber fahre Richtung Meerbusch und von dort aus durch Neuss Richtung Dormagen. Inzwischen ist es heiß geworden: 34 Grad im Schatten und Maps hat für mich den Fahrradweg an der 9 gewählt. Über Zons wäre ich gefahren, hätte ich mehr Zeit gehabt. So habe ich dann in Dormagen ein Eiscafe in der Einkaufszone angesteuert und mich mit Kalorienkugeln auf die restliche Strecke meiner 850 km langen Tour vorbereitet.

Vielfältige Eindrücke haben mich dann begleitet, als ich Köln anfuhr. Überall war zu spüren, dass das Wetter die Menschen ins Freie trieb. Am Fühlinger See kamen mir ausgelassene Menschen auf Rädern, zu Fuß mit Kinderwagen oder auf Skatboards, Inlinern, etc entgegen. Von Köln-Nippes ging es dann Richtung Mülheim.

Tolle Blicke in die Rheinaue waren sicher noch einmal ein letztes Highlight auf diesem Wege.

In Mülheim verließ mich der Navigator, so daß ich nach dem Weg fragen mußte. Aber dann ging es geradeaus nach Holweide fast bis Delbrück und dort habe ich bei meinem jüngsten Sohn und seiner Familie festgemacht. Ein paar heiße Tage mit den vieren waren ein toller Abschluß dieser Reise. Zurück ging es nach Greven mit dem Zug und von dort mit Ingrid, Cali un dem Trike im Berlingo komfortabel zurück nach Struxdorf. In Köln Deutz gab es noch ein kleines Abe3nteuer auf der Suche nach dem Bahngleis. In dem ich das Trike auf die Rolltreppe fuhr und mich nhochziehen ließ, schaffte ich es gerade noch den Zug zu erreichen. Unproblematisch das Verladen und die Tour nach Greven. Und mit einem Mundschutz ausgestattet, kam ich auch gesundheitlich unbeschadet in Greven an.

Zurück bleibt die Freude über die Erlebnisse mit 6 meiner 7 Enkelkinder, meinen 3 Söhnen und ihren Lebensgefährtinnen, über viele wiederentdeckte und neu entdeckte Lebens- und Naturräume. Und ich stelle fest, dass man auch in meinem Alter noch solche Touren mit bis zu 150 km an einem Tag geniesen kann. Eigentlich stand dann der Entschluß, diese Reise zum Anlaß für eine Tour nach Berlin Ende September, Anfang Oktober zu nehmen, um auch meine älteste Enkelin noch besuchen zu können. Hier hat mir -verstandesgemäß- Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber das nächste Frühjahr kommt bestimmt.

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