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Baltikum Kolberger Deep

Veröffentlicht am 2019-06-13 00:00:00.0


Baltikum Kolberger Deep

Stau und deutsches Abwarten

Mein zweiter Anlauf, den See südlich des Kolberger Deep zu umrunden, sollte nicht scheitern, aber nicht vollendet werden, weil ich lieber etwas weiter radeln wollte. So also ging es ein wenig um! Der Weg begann ausgesprochen holprig auf einem Plattenweg, um später zu erstaunen. Durch ein Naturschutzgebiet ging ein neuer EU-geförderter Superradweg. Fahren und Sehen ein ein harmonischer Genuß. Und überall blühte der Ginster und Storchennester mit Besatz säumten den Weg. Freude, der Anstrengung wettmacht.

Polen, das ist wie ein Widerspruch aus großflächigen Feldern und toller Natur. Überall begegnet einem Monokultur alter sozialistischer Prägung, natürlich durch die westlichen Einflüsse modernisiert. Felder mit einer Größe über 100 ha sind im gesamten Baltikum keine Ausnahme, eher eine Regel. Man hat das Gefühl diese Art Landwirtschaft hat viele Dörfer regelrecht ausgelutscht und das was geblieben ist, ist stehengeblieben in einer vergangenen zeit und das macht für den Fahrradfahrer, der einen besonderen Blick erhaschen kann, einen besonderen Reiz aus.

Auf der Tour rüttelte alles an meiner Technik. Mein Velotop-Windschutz hielt der Rüttellei nicht stand und mußte regelmäßig gerichtet werden. Und dann plötzlich ein besonderer Stau. Ich war in einen Volkslauf geraten und als braver Deutsche wagte ich nicht, mich umzuschauen. Lange an der Querung gewartet, um danach festzustellen, dass ich mühelos auf dem tollen Fahrradweg hätte vorbeifahren können. Auf dem letzten Drittel des Weges als es wieder Richtung Küste und Richtung Kolberg ging, dann dieser tolle Radweg, der erahnen läßt wie sich diese Region zu einer Fahrradregion entwickeln kann. Und das bei noch schwach blüjhendem Raps und toll blühenden Ginsterlandschaften.

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