Im Internet gibt es einige Anleitungen, um Bokashi-Eimer zu bauen. Die habe ich mir angeschaut und mir selbst zwei gebaut. Zwei sind optimal, um immer abwechselnd einen aktuell zu befüllen und den anderen reifen zu lassen.
Die verwendeten Werkzeuge waren:
Cutter zum Schneiden des inneren Eimers
eine Heißluftpistole zum Erwärmen des Plastiks (erleichtert das Schneiden)- einen Akkuschrauber mit Bohrer zum Bohren der Löcher im Boden des Einsatzes
eine Lochsäge zum Schneiden eines Lochesfür den Wasserhahn im äußeren Mantel
Die benutzten Materialien für einen Eimer:
Zwei gleichartige Plastikeimer mit Deckel und senkrechten Seitenwänden- Ein kleiner Plastikbehälter aus dem Abfall (Eiscremebehälter aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt), um die untere Kammer im Eimer zu gewährleisten, in dem dann die Bokashi-flüssigkeit aufgefangen wird.
Plastikwasserhahn für die (Regen)tonne
Aufbau
Mit diesen Utensilien bestückt, geht es dann an die Arbeit. Den kleinen Plastikbehälter (4- ca 7 cm hoch) in den äußeren Eimer stellen, dann den inneren Eimer einsetzen, dann mit dem Bleistift am oberen Rand des äußeren Eimers entlang am inneren Eimer einen Strich ziehen, den inneren Eimer rausziehen, den inneren Eimer mit der Heißluftpistole erwärmen und mit dem Cutter kurz unter dem Bleistiftstrich den oberen Rand des inneren Eimers abschneiden. GGF. diese Arbeit intervallmäßig nur mit einem Teil des inneren Eimers durchführen, um ein Abkühlen während des Schneidevorganges zu verhindern. Anschließend wird der Boden des inneren Eimers siebartig mit dem Bohrer durchlöchert,
so dass die entstehende Flüssigkeit nach unten abfließen kann.

Nun muß noch am äußeren Eimer in der mittleren Höhe der unteren Kammer ein Loch für den Wasserhahn gesägt und der Wasserhahn angebracht,

der Plastikbehälter eingesetzt, der innere Eimer draufgesetzt und der Bokashieimer ist bereit für erste Befüllung.
Befüllt wird mit organischen Küchenabfällen, die mit einem Holzstab zusammengedrückt werden. Grobe Gemüseteile können vor Befüllung geschreddert werden. Das Zusammendrücken der Abfälle fördert den Fermentationprozess. Nach einem Befüllungsvorgang z.B. mit EM-Flüssigkeit besprühen.

Tipps
Man kann auch andere Fermentationshilfen wie Sauerkrautsaft (s.Internet) etc. verwenden. Einfach testen, was am besten geht. Den Eimer sofort mit dem Deckel luftdicht abschliessen. In den oberen kleinen Behälter über dem Bokashieimer (s.Abbildung oben) habe ich den gewonnen Bokashi-flüssigdünger abgezapft. Den sollte man mit Wasser stark verdünnen, um ihn dann z.B. auf dem Beet oder in der Hydroponik-anlage zu verwenden.
