Von Saaremaa sind wir dann auf einem wunderschönen Weg wieder zurück nach Klaipeda-mit Umwegen. An einem Binnensee haben wir zunächt gecampt. An diesem Tag wurde dort gefeiert, ein toller Platz zum Campen und zum Feiern. Wieder fast am Ende der Welt. Am nächsten Tag war überall Nationalfeiertag und so mußten wir in Liepaja unverrichteter Dinge abziehen. Wir haben zwar versucht, über Telefon noch einen Platz auf der Fähre zu ergattern, aber das war unmöglich und unseren ursprünglichen Plan mit dem Wagen zurückzufahren, hatten wir spontan aufgegeben.
In Klaipeda hatten wir dann mehr Glück. Überhaupt: Was für ein Erlebnis. In Klaipeda bei magischem Licht abends an der Nehrung vorbei aufs offene Meer, eine Nacht auf dem Meer in einer tollen Kabine und am nächsten Morgen den Ausblick auf die Kreidefelsen von Rügen und auf die dänischen Inseln, um dann begleitet von Dreimastern Kiel zu erreichen. Und mitten drin: Plattdütsch schnacken mit een Leegeradfohrer ut Ostholstein. Sein Radius-Peer-Gynt-Vorgänger war mir direkt am Fährhaus aufgefallen. Erinnerungen an meine Peer-Gynt-Zeit wurden wach. Angeregte Unterhaltung, Erfahrungsaustausch und Anregungen für zukünftigen Touren zu Hauf.

Kurz vor Kiel:

Laboe

Und ein Blick auf die Küste, an der ich meine erste WG-Zeit verbracht habe

Eine Reise, die mir am Herzen lag und die mir viel bedeutet hat, fand mit diesem Highlight sein Ende. Mit unseren Freunden hatten wir immer wieder viel Spaß, die Fahrradtouren haben mir viel Freude bereitet.
Was mir klar geworden ist: Richtig genießen kann man diese oft unberührte Natur nur, wenn man sie erlebt. Und Fahrradfahren schafft die Einsamkeit, die Ruhe und den Frieden, den man braucht, um die Augen für die außergewöhnliche Schönheit dieser Natur zu öffnen.
