Von Cesis sind wir dann ohne Albrecht und Evi weitergefahren. Manchal geht die Abenteuerlust eben doch in verschiedene Richtungen. Evi und Albrecht wollten besondere Abenteuer und dafür mehr in den Osten. Ingrid und ich haben dann zunächst nahe Pärnu Station gemacht, um dann nach Saaremaa überzusetzen. Der Weg dort hin war ein Abenteuer. Tolle alte Orte, ursprünglich, natürlich, die manchmal nur mit Sandwegen verbunden waren. Also Bedacht, Bedacht. Immer mit der Ruhe oder wie mein Großvater immer wieder zu sagen pflegte: 'Immer sachte mit de junge Peerde.' Eine gemütliche Fahrt mit der Fähre brachte unser Gefährt dann nach Saaremaa. In der Nähe von Kuresaare haben wir dann einen schönen Campingplatz angesteuert. Saaremaa ist durch Ursprünglichkeit, ausgedehnte Wälder, tolle Strände, tolle Holzhäuser, Heide und Weite geprägt. Auf den Radtouren gab es teilweise kaum Häuser, dafür aber immer wieder große Bushäuschen, in denen man scheinbar 'überwintern' kann. Alte Bockwindmühlen ziehen immer wieder die Blicke auf sich. Und schnurstracks ging es immer wieder auf Waldwegen, die sich über unzählige Kilometer zogen, durch naturbelassene Wälder.

Hier konnte man noch mehr bei sich radwandern als in den Masuren. Einsame kilometer weite Strecken von riesigen Wäldern gesäumt, ließen mich Michael Ende, Momo und Beppo, den Straßenkehrer denken. Tranquilla Trampeltreu in nordischer Märchenmystik!

Und immer wieder tolle alte Mühlen:

alte Bauernhöfe

teilweise toll renoviert:

Imposante Ruinen:

Kirchen, die vom Flair an die dänischen Kirchen erinnern:

einsame Strände, auf denen man sich ungestört fühlt

Blicke in eine unerreichbare Weite

und einer Steilküste, an der man sich gerade auf Mittsommer vorbreitet hat:

Oben Ruheplätze für den Menschen

Ameisenhügel, wie aus einer Vergangenheit, in der die Natur noch intakt war. Hier scheint sie es noch zu sein.


Ein letzter Blick und dann geht es wieder zurück nach Klaipeda.

