Wenn man ein Fan von naturbelassenen Wildflüssen mit nordischer Charakteristik ist, Volkstum und regionale Kultur zum Anfassen liebt, sollte man dieses Ziel ins Auge fassen. Der Gauja-Nationalpark lädt zum Stauen ein und die Stadt Cesis zum Verbleib. Alleine im Gauja-Nationalpark hätte man wochenlang verweilen können. Unser Campingplatz nahe Cesis lag direkt am Fluß. Von hier aus haben uns tolle Wanderwege in die Landschaft am Fluß geführt und tolle Einblicke gegeben.

Überall kleine Quellen, aus denen wir uns auch Trinkwasser geholt haben.

Per Boot die Gauja entlang zu schippern, muß Freude bereiten.

Kleine Lagerstätten schaffen auch Übernachtungsmöglichkeiten, so wie wir sie aus Mikkeli in Finjnland kennen.

Die Stadt Cesis beeindruckt mit seiner gr0ßen Burganlage (Burg Wenden des Schwertbrüderordens) und einer Stadt, die viel vom Charme des Mittelalters bewahrt hat.

Und dort wo gebaut wird, kultivierter Humor:

Mit dem Fahrrad wollte ich eigentlich nach Valmiera (Wolmar) fahren, aber ein heftiger Regen hat mich dann zum Umkehren bezogen und plötzlich habe ich mich in einer Geisterstadt befunden, die wohl zur Zeit des Kommunismus hochgezogen wurde. Eine verwaiste große Schule und viele am Reisbrett entstandenen Gebäude demonstrierten, dass man hier Großes vor hatte, was nach der Wende kaum noch attraktiv war. Jāņmuiža muß man einfach besucht haben. Eigentlich geht es von dort aus nicht weiter, aber nach dem der strömende Regen abgeklungen war, wollte ich über die Gauja. Und ich habe einen Weg gefunden. Mühsam war es die Sandwege zu fahren. Ohne Motorunterstützung wäre es eine Qual gewesen. Aber landschaftlich war es ein Erlebnis.

Kaum war ich auf der anderen Seite des Flußes fand sich an einem Nebenarm eine beeindruckende Kulisse:

mit einem ausgedehnten Höhlensystem

Der Verlauf der Fahrt hat aber schon einige Spuren hinterlassen, die dann wohl auch zu einigen Fehlschaltungen geführt haben, die mich auf Saaremaa doch gestört haben.

