Ich hatte die Freude hier einige Menschen, immer wesentlich jünger, kennenzulernen. Und für jemanden, der seine Heimat nördlich des NO-Kanals hat, ist es eine Freude auch hier überall Kinder zu treffen, die freundlich grüßen und strahlend an Dir vorbeilaufen. Es erinnert an das Moin, das Dich nördlich des Kanals so willkommen erscheinen läßt. Und nicht jedes dieser Kinder hier, hat ein einfaches Los. Die Lehrer vom TPTC, die Fahrer, die Manager hier, sind alle freundlich und zuvorkommend. Sie scheinen wirklich daran interessiert zu sein, dass es Dir wohlergeht. Und die vielen jungen Frauen, die hier im technischen Bereich arbeiten, sich mit IoT herumschlagen und sich tief in die Materie hineinknien, sind selbstbewußt, klug und straight. Das vor allem finde ich so positiv. Ich habe den Teammitgliedern am Anfang vieles erzählt und erst gedacht, dass sie das einfach konsumieren. Denkste, alter Kerl. Mit ganz klaren Vorstellungen und sehr zielstrebig haben sie zusammen ihre Projekte umgesetzt. Und ja, sie arbeiten mit flachen Strukturen teamorientiert. Und sie gehen jede einzelne Aufgabe gewissenhaft an. Eine tolle Erfahrung. Die Menschen hier arbeiten viel, geduldig,ohne Hektik. Und sie können auch feiern. Viele religiösen Feste sind ausgelassene Feiern. Ob sie das Wort Sünde kennen? Hat doch dieser Begriff unsere religiöse Kindheit geprägt. Vielleicht ist der Buddhismus so anders. Eine besondere Achtung vor der Natur erlebt man vielfach trotz Plastik, Müll und Dreck an einigen Stellen. Manchmal haben sie zu viel Respekt vor so einem alten Knacker wie mich. Ach, ich könnte erzählen und erzählen. Wenn ihr nach Myanmar kommen solltet, schaut euch nicht nur die tollen Highlights an, sondern geht auf die Menschen zu. Die Menschen hier in Myanmar sind besonders. Selten verdienen sie gut und sie leiden wohl auch ein wenig darunter, wenig zu verdienen, aber trotz allem scheinen sie zufrieden und oft sogar glücklich zu sein.
