Ich hatte die Nacht auf Samstag schlecht geschlafen. Mich hatte die Prozedur über Agoda, Volsbank und Visakarte zu sehr aufgeregt. Drei Stunden sinnlose Beschäftigung. Vielleicht bin ich ein wenig naiv. Aber da nutze ich im Internet soweit möglich dann lieber PAYPAL. Jedenfalls trotz nunmehr 40 Jahren professioneller IT-Tätigkeit bin ich kein Digital-Nativ, eher ein Digital-Naiv. Um 7:00 Uhr wollten wir starten. Sie haben mich eingeladen zu einer großen Tour. Pyin Oo Lwin, ca. 2 Stunden von Baelin entfernt. Ich war gespannt. Dort sollte es, laut Ms. Linn Linn tolle Gärten geben. Schon der Weg dorthin war faszinierend. Vorbei an Mandalay überall wechselnde Eindrücke von Tradition und Moderne, nach rechts abgebogen in eine ausgesprochen flache Gegend. Da habe ich gedacht, flach wie Nordfriesland. Und so liegt das Land dann auch zwischen zwei Dämmen und dazwischen wird großflächig Reis angebaut. Nur in der Ferne sah man aufragende Berge. Und dort wollten wir hin. Plötzlich ging es steil bergauf. Mühsam herauf astende LKWS mußten überholt werden. Ab und an sah man dann am Rande einen LKW, der mit Steinen hinter Reifen abgestützt wurde. immer wieder üppig blühende Blumen am Wegesrand

Und eine fantastische Aussicht auf Mandalay und die ganze Gegend. Pyin U Lwin liegt 1050m über dem Meeresspiegel und ein ausgesprochen angenehmes Klima. Wenn man allerdings die Maha Nnandamu Peik Chin Myaung Cave besucht, sollte man sich darauf einstellen, dass schon mal ins Schwitzen kommen kann. Schuhe und Strümpfe aus und ann geht es barfuss in die Höhle. Mr. Aung, Ms.Ny Ninn und Ms. Linn Linn waren dabei immer in Sorge um mich, bereit mich glitschigen Stellen aufzufangen oder vor tiefhängenden Stalaktiten zu warnen. Und ja, da merkt man dann schon, das man auf die 70 zugeht.

Und mitten im Berg standen dann mächtige Bäume, die wahrscheinlich nur durch das Licht der Lampen diese Größe erricht haben. Und natürlich eindrucksvolle Buddha-Statuen, an manchen Orten mit Kissen, um dort zu knien und Buddha zu würdigen. Auch meine Teammitglieder sind gläubige Buddhisten.




Um zur Höhle zu gelangen, mußte man eine tiefe Schlucht mit einer Hängebrücke überqueren, die auch schon mal ins Wackeln kam. Mel und Eike, da muß ich doch unweigerlich an Euch denken, wie ihr diese schwindelerregend hohe lange Hängebrücke durchschritten habt. Respekt.

Und direkt hinter der Brücke kann man dann eindrucksvolle Wasserfälle bestaunen bevor man in die Höhle eintaucht.

