Als ich Sonntag morgen aufgewacht bin, hatte ich noch fest vor, zu dem Ziel zu fahren, dass auch aus meinem Fenster einen gewissen Reiz versprühte. Das berühmte Mandalay Hill.

Als ich Sonntag morgen aufgewacht bin, hatte ich noch fest vor, zu dem Ziel zu fahren, dass auch aus meinem Fenster einen gewissen Reiz versprühte. Das berühmte Mandalay Hill.

Vom Berg aus sollte es bei Sonnenuntergang einen fantastischen Blick über die Landschaft geben. Und die Pagoden und Buddhas dort oben sollten ebenfalls zu weiteren Einsichten führen. Eike hatte auch noch eine historische Holzbrücke über den Irrawaddy als besonders sehenswert empfohlen. Auch hier bei Sonneuntergang flirrendes, goldiges Licht, in dem das Holz der Brücke sich rund widerspiegelt. Eine Szene, die sicher auch an Brücken ins Jenseits erinnert, aber in diesem Fall eher an ebensolche ins Nirwana. geht mal bei Google u bein bridge sunrise ein und ihr seht so viele tolle Fotos, dass ihr Lust bekommen solltet, dort hinzureisen. Und wenn ich mich nicht entschieden hätte, nur zu solchen Einsätzen zu fliegen, würde ich Euch bitten, mich mitzunehmen.
Nun bin ich vom Diamond Rise Hotel nordwärts gegangen, also schon Richtung Mandalay Hill. Und die erste aufsehen erregende Pagode habe ich auch prompt besucht. Die Schue habe ich ausgezogen, die Strümpfe auch und in eine Plastiktüte gepackt. Andere einheimische Besucher hatten auch Plastiktüten dabei, aber keine Schuhe drin. Und im Tempelhof standen sogar Mofas. Aber irgendwann haben sie mir gesagt, dass ich die Schuhe zur Aufbewahrung abgeben sollte. Nun so gut. Man lernt dazu.

Die Pagode fand ich shon sehr beeindruckend. Etwas anders aufgestellt, als die ich vorher besucht habe. Besonders die langen Säulengänge

Die goldenen Buddhas ,

die im Licht glänzenden Tempel,

und die mit Blumen und Obst geschmückten Innenräume:

Leider hat mein Smartphone laufend den Geist aufgegeben wegen Überhitzung und meine Spiegelreflex hatte schon bald keine Power mehr. Auch neue gekaufte Batterien halfen nur über den Moment hinweg. Und dann konnte ich bei der grellen Sonne kaum was auf den Displays erkennen. Diese Gadgets! Wenn's zu heiß wird, schalten sie sich einfach ab. Aber sollte ich aufgeben? Nee! Auch wenn nach ein bis zwei Stunden dringend Wassernachschub einzufordern war: Das wäre einfach nicht gegangen! Da fährt man schon mal in eine Stadt, deren Reiz Frank Sinatra mit einem Jazz-Lied nach einem Gedicht von R.Kipling besungen hat und da läßt sich von der Hitze in die Knie zwingen? Nein. Nie und nimmer: Falsch abbiegen schon. Ich wollte dann doch zu dem besungenen Irrawaddy. Am Fluß, so dachte ich, ist es immer besonders schön.
