Die erste Woche ist vorbei. Wir schreiben schon den 9.11. Immer noch hat der Jetlag mich im Griff. Aber vielleicht ist es auch einfach die andere Umgebung. Um 18:00 ist es stockdunkel und ich werde immer so 17:00 so müde, dass es mich nicht mehr auf den Beinen hält. Ein anstrengender Tag liegt dann jeweils hinter mir. Um die Teilnehmer zu verstehen, muss ich mich sehr konzentrieren, weil oft das Vokabular fehlt und die Aussprache sehr gewöhnungsbedürftig ist. Aber insgesamt bringt es sehr viel Spaß mit dem Team zu arbeiten. Sie sind alle total besorgt, wollen für mich kochen, einkaufen,...
Mit viel Eifer gehen sie auch an die praktischen Projekte, die wir bearbeiten. Manchmal könnten sich die Projektteams noch besser unterstützen.
In meiner Aufgabenbeschreibung für das Projekt steht, dass ich bei der Erarbeitung eines Lehrplans assistieren soll. Für mich heißt das, das die Zielvorgaben und die Organisation entweder schon erarbeitet ist oder gemeinsam abgestimmt wird. Aber es läuft ganz anders. Ich erarbeite die Ziele, die Projekte, den Zeitplan faktisch alleine und präsentiere dann alles.
IOT ist ein komplexes System mit vielen Bestandteilen, die alle beherrscht werden sollten, wenn man effektive Lösungen schaffen will. Es geht also darum, das Zusammenspiel der verschiedenen Systembestandteile verständlich zu machen. Da hilft sicherlich die Arbeit mit den Arduinos, Sensoren, Motoren, LED's, Displays etc, aber viel wichtiger ist die Frage der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine z.B. mit Hilfe von Smartphones oder viel wichtiger noch die Kommunikation zwischen den Devices (M2M), ohne dass der Mensch ständig eingreifen muß. Wie dieses Zusammenspiel effizient unter den besonderen Bedingungen in Myanmar realisierbar ist, darum geht es dann nächste Woche. Und wir haben ggf. 2 Projekte, die interessant werden könnten. Eines ist Smart Gardening und das andere ein TPTC-Resourcen-Managementprojekt mit LORAWAN. Als ich zum ersten Mal hier geduscht habe, lief nach dem Einseifen nur noch ein Rinnsal, so dass ich Mühe hatte, die Seife zu entfernen. Später habe ich dann erfahren, dass ich vorher einen Schalter im Sicherungskasten umlegen muß, dmit Wasser nachläuft. Höre ich es dann vom Dach plätschern, lege ich den Schalter - soweit ich das nicht vergesse - erneut um. Hier und in anderen ähnlichen Punkten gibt es IOT und LORAWAN-Potential. Ich hatte vorgeschlagen, dazu mal ein Brainstorming mit dem Management zu machen, um praktische Ideen zu sammeln. Das werden wir dann nach einer Demonstration des Pilotprojekts machen.
