
Ich wollte schon immer einen Turm, um ins Angler Land schauen zu können, meinen Hobbies zu frönen und mal zu schauen, wie teuer es wird, nachhaltig und gleichzeitig günstig zu bauen. Ein paar Kompromisse bezüglich der Nachhaltigkeit habe ich wohl gemacht. Mich hat das Projekt Bauern helfen Bauern begeistert. Dieser Verein hat alleine zwischen 1997 und 1998 52 Holzhäuser für ca. 5000 DM Materialkosten in der kroatischen Enklave Odzak gebaut, damit dort nach dem Bosnienkrieg Familien wieder zu Hause finden konnten. Ich habe mich gefragt, warum einer der Flüchtlinge, den ich betreut habe, in einem Container mit 6 anderen Personen zusammen in Flensburg Weiche leben muss, obwohl man scheinbar sehr günstig guten Wohnraum schaffen kann. Was lag also näher als zu schauen, wie günstig man einen eigenen Turm bauen kann. Ich habe dann einen Turm gebaut, dessen untere Etage frei bleiben sollte für die Lagerung von Holz,. Werkzeug etc. Darüber entstand dann ein mit Second Hand-Holz gebauter Raum mit 7.5 qm, hoch genug um eine Empore zum Schlafen zu integrieren. Ich habe diesen Raum dann isoliert und elektrifiziert. Die Kosten für alles belaufen sich auf max. 1200 bis 1500 Euro. Ich nutze diesen Raum als Hobbyraum für viele spannende kleine Arbeiten. Und sicher sind 7,5 qm zu klein, um einen Flüchtling unterzubringen. Aber Tinyhäuser verfügen oft auch nur über 15 qm und haben alles, was ein Single zum Wohnen braucht. Tinyhäuser sind allerdings oft teuer. Wenn man selber baut und vielleicht Bausätze zur Verfügung gestellt bekommt, die Gebraucht-Holz einbeziehen, kann ein solches Haus recht günstig hergestellt werden.

Ich habe dieses Haus mit 65 Jahren fast alleine gebaut. Darum ging es zunächst darum, den Rahmen aufzustellen. Beim Sägewerk in Hollmühle habe ich mir 14x14 breite und 5,50 m lange Bretter besorgt, die ich auf 4 Punktfundamenten gut in der Erde geankert habe. Von einem Abbruchunternehmen in Hollmühle gab es dann günstig eine Lade Second-Hand-Holz. Damit konnte ich dann alle Querverstrebungen und die Zwischendecke bauen. Auch die Empore habe ich damit eingerüstet. Für die Außenverkleidung wurden auf 2,5 Seiten alte Bretter verwendet. Für die anderen Seiten wurden total günstig Schlusen vom Sägewerk geholt. Die Fenster habe ich bei Ebay -Kleinanzeigen für wenig Geld gekauft.

Nur bei der Isolierung hätte ich mich an Stelle von Hanffaser oder anderem ökologischen Material für Steinwolle entschieden. Aber ich wollte ja auch günstig bauen. Das Dach wurde zunächst mit USB-Platten, dann Dachpappe und dann mit Wellblechplatten eingedeckt. Die Innenverkleidung erfolgte dann auch mit USB-Platten.

Die Empore ist auch mit USB-Platten ausgelegt worden.

Auf den folgenden beiden Bildern sieht man, dass ich den Turm gut in die Baumgruppe zur Straße integriert habe. So endet aber auch die Treppe nach unten aber auch direkt vor einer Tanne.

Auch das zweite Bild zeigt wie gut sich der Turm in unseren Garten und die Baumgruppe einfügt.

