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Von Struxdorf über Kappeln nach Arnis

Veröffentlicht am 2019-03-05 00:00:00.0


Von Struxdorf über Kappeln nach Arnis

Früher Frühling erlaubt Ausflug nach Arnis

Der frühe Frühlingseinbruch - im Februar 2019 - fordert gerade dazu hinaus, das Fahrrad aus dem Winterschlaf zu wecken. Nun gut, es ist nicht die erste Fahrradtour, aber die erste längere, die ich mit einer kleinen Wanderung vom Parkplatz in Arnis am Strand entlang nach Grödersby und zurück kombiniert habe. Ingrid und Cali unser junger, kleiner Begleiter haben mich da schon erwartet, nachdem wir uns zuvor schon in Kappeln getroffen hatten. Da ich aufgrund eines Telefonats ein wenig spät losgefahren bin und Ingrid in Kappeln auf mich warten wollte, bin nicht direkt über Boelschuby gefahren, sondern über Boel Richtung Mohrkirch,

und dann über Saustrup ,Waggersrott und Arrild nach Kappeln. Der Blasberg, auf dem wir wohnen,bietet mir dann gleich zu Beginn eine geile Abfahrt ins Tal. Ja, ja, ich weiß: Wir befinden uns im flachen Schleswig Holstein. Aber die Ostseeküste hat es in sich, hier in SH und ebenso in Dänemark. Das habe ich auch auf meiner Tour nach Skagen erfahren dürfen. Ein besonderer Genuß ist es zur Rapsblüte von Arrild Richtung Kappeln zu fahren und von einem der Hügel auf die Schlei zu schauen. Aber auch die Orte Boel, Mohrkirch, Saustrup, Waggersrott und Scheggerott haben einiges zu bieten, was das Herz erfreut: Tolle Bauerngärten, tolle Reetdachhäuser, ... Und auch jetzt im Februar braucht man auf bunte Tupfer nicht zu verzichten. Schneeglöckchen und Krokuse blühen überall auf. Von Kappeln aus ging es dann über den wunderschönen Strandweg nach Arnis, um dort Ingrid und Cali zu treffen. Hier ist es mal wirklich flach, obwohl man sich nicht vertun sollte, an vielen Stellen reichen die Endmoränen bis an die Schlei. Wer von Arnis nach Grödersby oder von Lindaunis nach Gunneby radeln möchte, muß schon ein paar Steigungen zurücklegen. Besonders schön ist es in Stubbe, auf der anderen Seite der Schlei an der Steilküste in den Buchenhainen spazieren zu gehen. Auch die Wanderung nach Grödersby ist immer wieder erlebnisreich. Wir parken nun immer schön auf dem Parkplatz, da man uns schon einmal mit Strohballen zugeparkt hat, als wir unseren Wagen in der Feldmark abgestellt hatten. Und zwar so dass wir kein Hindernis für landwirtschaftliche Fahrzeuge dargestellt hätten und damals - gegen Abend - auch nur 20 Minuten spazierengehen wollten.

Arnis ist eine faszinierende Stadt mit tollen kleinen Häusern, einer Fähre, die zur Weiterfahrt durch Schwansen einlädt, einer tollen Gasse mit Kopfsteinpflaster, vielen Gärten, die direkt am Spazierweg am Wasser enden und natürlich mit einem wunderschönen Segelhafen. Und wie das Bild zeigt, finden auf der Schlei die Blesshühner noch genügend Nahrung. Dass aber die Blesshühner im Verband 'jagen', dass hatte ich bisher noch nicht gesehen. Arnis verfügt über einige tolle Restaurants. Von der Schleiperle hat man einen tollen Blick auf Küste und Schlei, das Fährhaus direkt an der Fähre, die Strandhalle und einiges mehr lädt zum Verweilen ein. Man kann sich aber auch, wie wir das mit dem Süderbraruper Tauschring vor 2 Jahren im Herbst gemacht haben, einen Picknickkorb mitnehmen und direkt am Strand ein schönes Plätzchen suchen. Die Stadt hat da vorgesorgt.
Ökologisch angehauchte unter uns wird besonders die edle Mitfahrbank begeistern, die in der Nähe des Parkplatzes aufgestellt wurde. Kleine Läden mit Kunsthandwerk oder kleine Kunstwerke, tolle Fischergärten finden sich in der Stadt. Besondere Ein- und Ausblicke überall! Naturinteressierte gehen auch mal hinter der Kirche entlang zum Strand, dort findet sich eine mächtige Baumreihe, ein kleiner Bach und lebendige Wiesen. Zumindest deutschlandweit ist Arnis die Stadt mit den meisten Werften pro Einwohner. In den besten Zeiten hatte Arnis auf je 20 Einwohner eine Werft. Aber auch heute gibt es noch zahlreiche Werften. Wenn wir dann durch Grödersby laufen überraschen uns immer wieder 1-2 Tinyhäuser und weitere interessante moderne und traditionelle Bauten. Die Grödersbyer Mühle stellt das traditionelle Highlight dar.

Auf dem Rückweg von Arnis mit dem Fahrrad wollte ich der dann doch aufziehenden Kälte entkommen.

Daher habe ich dann die vermeintlich kürzeste Strecke gewählt. So war ich noch nie gefahren. In Kiesby kurz rechts Richtung Süderbrarup und dann Richtung Nottfeld durch die Felder und Wälder vorbei an Christianslyst. Es wurde dann doch so spät und kalt, dass ich mir eine Erkältung zugezogen habe.

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