Liebe zum Tier
Als man mich eingeladen hat, das ATULI-Projekt zu unterstützen, war es die Tatsche, dass es um eine Biofarm geht, für mich entscheidend. Schweinehaltung-damit mußte ich mich eigentlich nicht mehr beschäftigen. Für mich ist die Frage nach dem Tierwohl entscheidend. Geld verdienen mit Schweinen ja, aber immer mit dem Tierwohl im Auge. Heute hatten wir nun diese Diskussion und sie erinnerte mich an Hubsi, unseren Tierarzt zu Hause. Da unser früherer 'Haustierarzt' immer mit lautem Gehupe vorgefahren kam, hat er bei einer Kuh mit Fremdkörper keine Diagnose tätigen können. Die Tiere wußten: Jetzt kommt der Tierarzt und Katja, die Kuh um die es ging, war vor der Untersuchung verkrampft und nervös. Daher konnte auch nichts festgestellt werden, obwohl mein Vater längst Fremdkörper vermutet hatte. Als meine Eltern 3 Wochen später eingeladen waren, habe ich abends den Kontrollgang gemacht und gesehen, dass es Katja sehr schlecht ging. Nach einem Anruf bei meinem Vater habe wir uns dann entschieden, Otto Richter , unseren Besamungstierarzt anzurufen, auf den wir große Stücke hielten. Er hatte dann Hubsi als Assistenztierarzt dabei und nach einer komplizierten Operation haben sie den Fremdkörper gemeinsam entfernt. Als wir die Geschichte mit dem Haustierarzt erzählten, meinte Hubsi 'Nix Liebe zur Kuh'. Das wir aus dieser Kuh anschließend eine Tochter bekommen sollten, die mehrere positive Vererber hervorgebracht hat, die auf dänischen Stationen standen, war natürlich noch nicht abzusehen. Nun geht es hier um Bioschweinehaltung und um 'Animal welfare'. Und wir haben diskutiert, dass es auch für den ökonomischen Erfolg wichtig ist, dass die Farmarbeiter ihre Tiere lieben. Und es geht sicherlich auch in denafrikanischen Großstädten, den Menschen die Schweinefleisch kaufen, um Fleischqualität und um ein gutes Gewissen, Fleisch von Tieren zu kaufen, die gut behandelt wurden.
