Die ersten Tipps (2)
Vielen Dank für die vielen freundlichen Rückmeldungen zu meinen Mails.
Von Karl H. viele fachliche Tipps erhalten, aber zunächst ein heißer Tipp:
In Uganda musst Du immer auf genügend Sonnenschutz achten, damit Du keinen Sonnenbrand bekommst - also auf jeden Fall auf einen Sonnenhut und leichte, luftige Kleidung achten, insbesondere im schwülen tropischen Klima. Für die Nacht ist ein transportables Moskitonetz sinnvoll sowie ein Tropenschlafsack (in Outdoorläden erhältlich) gegen unerwünschte Mitbewohner im Bett, wie aus eigener Erfahrung Skorpione und Flöhe.
Leistung ist das Resultat aus Genetik plus Umwelt: Aus bekannten Gründen sollte also nur mit robusten Rassen gearbeitet werden und zwar wegen Sonnenbrandgefahr eignen sich Duroc und Hampshire bzw. Kreuzungen daraus, sie sind die Standardkreuzungen in Dänemark. Fettreiches Fleisch sollte kein Problem sein, da man in Zentralafrika lieber vollschlank statt mager aussieht.
Energiereiche Futtermittel sollten in Uganda vorhanden sein. Unter Umständen muss eine Alternative zu Getreide gefunden werden, wie z.B. Maniok, Bananen oder Reststoffe aus der industriellen Verarbeitung.
Proteinhaltige Futtermittel könnten rar und teuer sein. Soja wird in dieser Situation wahrscheinlich von den Menschen direkt verzehrt. Deshalb muss für Bioschweinehaltung auch an die Anlage von Grünlandflächen gedacht werden. Mach Dich also schlau, welche Gräser dort wachsen. In Bolivien gab eine Leguminose, die flächenhaft als Grünfutter angebaut werden kann. Sie eignet sich gut zur Bodenbedeckung gegen Erosion in Kakaoplantagen und ist ein schmackhaftes eiweißhaltiges Grobfutter. Den Namen könnte ich herausfinden. Geignete Reststoffe könnten in der Käseherstellung und Fischverarbeitung anfallen.
Schweine lieben eine Suhle, um sich abzukühlen. Eber brauchen zur Erhaltung der Samenqualität ein Schattendach.
Es kann auch nicht schaden, mit Personen oder Organisationen zusammenzuarbeiten, die auf diesem Sektor bereits Erfahrungen besitzen, wie die gängigen Entwicklungshilfeorganisationen, die ADS, Dr. K aus Schleswig etc.
